Ergebnisse der Umfrage zur Lernplattform Technik, User Experience, Design: Top oder Flop?

Zwischen dem 20.09.2020 und dem 04.10.2020 habe ich auf der Lernplattform eine kleine Umfrage (Vorschau) laufen lassen. Hintergrund ist ein etwas größeres Update, welches für das Wintersemester 20/21 geplant ist.

Außerdem ist die Lernplattform (vor allem pandemie-bedingt) in den letzten Monaten immer weiter "gewachsen", und wird als "Ausweich-System" für viele weitere Anwendungen (die nicht originär auf einer Lernplattform zu verorten sind, z.B. Rundmails, WB-Foren, Veranstaltungsanmeldungen, etc.) genutzt. So ist es auf Moodle ganz schon "strubbelig" geworden. Ein guter Zeitpunkt also, um einmal die Zufriedenheit, die technische Verlässlichkeit, die "User Experience" und mehr abzufragen, und um Verbesserungsvorschläge einzusammeln, die evtl. bei dem anstehenden Update berücksichtigt werden können.

tl;dr*

Grundsätzlich ist die Beurteilung der Lernplattform überraschend gut ausgefallen 🙂
Zusammenfassend:

  1. Technik:
    Die allermeisten Befragten (jew. > 98%) finden Verfügbarkeit und Geschwindigkeit (= Ladezeiten) sehr gut oder gut. Die offizielle Moodle App wird von > 75% der Befragten nicht genutzt oder ist gänzlich unbekannt. Als Browser werden vornehmlich die "Platzhirsche" Firefox, Chrome & Safari (je nach OS) genutzt. Die geräteunabhängige Anzeige wird von > 90% als problemlos oder gut bewertet. Insgesamt beurteilen > 97% die technischen Grundlagen insgesamt positiv.
  1. User Experience & Funktionalität:
    Die Bedienfreundlichkeit erhält ca. 75% positive Bewertungen. Auch 72% der Kursverantwortlichen beurteilt die Bearbeitungsfunktionen als relativ bedienfreundlich. Die Übersichtlichkeit wird dagegen nur von ca. 57% als sehr / eher hoch beurteilt. Die Auffindbarkeit von Inhalten und Funktionen bekommt (erwartungsgemäß) mehr negative (52,5%) als positive (47,5%) Beurteilungen. Die verschiedenen Funktionen werden sehr unterschiedlich häufig genutzt und bewertet. Kurslisten, Kurssuche, Dashboard, Mitteilungen sind deutlich bekannter, beliebter und werden als hilfreicher eingestuft als z.B. Verschlagwortung, "Eigene Dateien" und Kalenderfunktionen. Manche Funktionen werden als (beinahe) unbenutzbar benannt.
  1. Design:
    Farben, Schriftarten und -größen, Anordnung der Seitenbestandteile und das Design und die Ästhetik insgesamt werden überwiegend als gut beurteilt.
  1. Namensgebung:
    Die Frage, ob die Lernplattform einen Eigennamen benötigt, wurde von über 90% mit "egal" oder "nein" beantwortet, die Freitextantworten hatten aber recht hohen Unterhaltungswert 😉

1. Befragte

Vorbemerkungen

Ich habe - soweit sinnvoll - "single choice" Likert-Skalen eingesetzt, die eine gerade Anzahl von Abstufungen (meist vier) aufweisen (z.B.: "sehr gut", "eher gut", "weniger gut", "überhaupt nicht gut"). Da hierbei normalerweise zwei eher positive zwei eher negativen Stufen gegenüberstehen und mittig keine "unentschieden"-Option zur Verfügung steht, nötige ich die Befragten damit zu einer Positionierung. Zwar war das Überspringen einer Frage möglich, allerdings kann es durch die zur Verfügung stehenden Antwortoptionen trotzdem zu leichten Verzerrungen in den Ergebnissen kommen.

Darüber hinaus kommt es bei Fragebögen und Online-Umfragen oft zu systematischen Verzerrungen: Es könnte zum Beispiel sein, dass "nicht technik-affine" Nutzende eine Online-Umfrage meiden und so sehr wertvolle Feedbacks systematisch nicht erhoben werden. Oder dass der Zeitaufwand von spezifischen Benutzendengruppen als zu hoch empfunden wird. Oder dass Sprachbarrieren ein Ausfüllen behindern. Oder [weitere Ideen hier einsetzen].

Einen Effekt hat sicherlich auch die Verständlichkeit der Fragestellungen: Wer weiß schon genau, was ich mit "Verfügbarkeit", "Gebrauchstauglichkeit" oder "Auffindbarkeit" gemeint habe? Zwar habe ich versucht, solche Begriffe durch entspr. Erläuterungen zu klären. Die den Befragten abverlangte Leseleistung war aber nicht unerheblich - und die gilt bei Online-Fragebögen gerne als kontraproduktiv.

Und: Die als besonders wertvoll angesehenen (da detaillierteren) Freitext-Feedbacks sind auch die, welche den größten Zeitaufwand erfordern - und werden daher gerne übersprungen.

Vor dem Hintergrund sind die Ergebnisse der Befragung als Anregungen sicher sehr wertvoll, aber evtl. nicht objektiv "wahr" für die Grundgesamtheit. Wenn Sie also weitere Ergänzungen zu den unten aufbereiteten Ergebnissen und Schlussfolgerungen haben, scheuen Sie sich nicht, diese in den Kommentaren oder auf andere Weise mitzuteilen.

Rücklauf
Insgesamt sind ca. 3.000 Menschen mit einem Moodle-Account über die Umfrage einmalig informiert worden. Während der Befragungszeit von 14 Tagen sind 121 ausgefüllte Fragebögen eingegangen, bei 2.263 in den letzten 3 Monaten "aktiven Nutzenden" (= mind. ein Login seit dem 04.07.2020) entspricht das einem Rücklauf von 5,35%. Das klingt schrecklich niedrig, für Online-Umfragen ohne weiteres "Nudging" oder Anreize gilt eine Quote von 2,5 bis 10% aber schon als "gutes" Ergebnis. Auf ein "Nachfassen" mittels Erinnerungsmail wurde verzichtet.

Funktionen & Rollen
Von den Befragten (im Folgenden als Synonym für "gültige Antworten bzgl. einer Frage") gaben 77,68% an, die Plattform überwiegend als Studierende/r zu nutzen, 15,18% waren nach eigener Aussage Lehrende (incl. Lehrbeauftragte), 7,14% gaben sich als (wissenschaftliche, studentische & nicht-wissenschaftliche) Mitarbeitende aus. Im Vergleich zu den zugewiesenen Rollen (Kursrolle "Dozent/-in", "Mitarbeiter/-in", "Student/-in") zeigen sich leichte Abweichungen (s. Abb. 1), die allerdings durch die "Mehrfach-Funktion" vieler Nutzenden erklärt werden kann. Das sind z.B. Personen, die Moodle als Student/-in UND als stud. Mitarbeiter/-in (Rolle: "Mitarbeiter/-in") oder als wiss. Mitarbeiter/-in UND Lehrende/r (dann: Rolle "Dozent/-in") nutzen. Die Rollen und Berechtigungen auf der Lernplattform entsprechen also in vielen Fällen nicht dem Beschäftigungsverhältnis oder der Art der Hochschulzugehörigkeit.

Abbildung 1: Funktion der Befragten vs. Rollenzuweisung auf der Lernplattform

2. Systemperformance

Zwei Items des Fragebogens beziehen sich auf die Infrastruktur bzw. die Systemperformance:

  1. "Verfügbarkeit" meint die Erreichbarkeit der URL https://moodle.thga.de unabhängig von Netz (privates oder öffentliches Kabel-LAN oder WLAN, Mobilfunknetz, Hochschulnetz, Hochschul-WLAN, etc.) und Endgerät (s. Abb. 2).
  2. "Ladezeit für Seitenaufrufe" sollte im Vergleich zu anderen Internetseiten (um eine Ursache in der Netzabdeckung oder dem Datendurchsatz der Verbindung auszuschließen) die subjektive Dauer abbilden, bis die Seite(n) geladen sind (s. Abb. 3).

Abbildung 2: Verfügbarkeit der Lernplattform

Abbildung 3: Ladezeiten der Lernplattform

 


Beide Werte liegen mit 99,17% (Verfügbarkeit = "sehr gut" oder "gut") bzw. 98,33% (Ladezeiten = "sehr schnell" oder "akzeptabel") erwartungsgemäß hoch. Sowohl die hauseigene Server-Infrastruktur der THGA (auf der "Verfügbarkeit" basiert) als auch das Caching von Webserver und Moodle (= Zwischenspeicher, wodurch Ladezeiten optimiert werden), beeinflussen diese Faktoren positiv.

3. Geräte, Apps und Browser

Geräte
Schon früher auf Basis von Statistiken evaluiert, zeigt sich auch hier, dass Mobilgeräte weiter auf dem Vormarsch sind. Wenn man die Angaben "Desktop", "Laptop" & "Convertible" (zusammen: 56,95%) und die Angaben "Smartphone", "Tablet" und "Phablet" (zusammen: 42,37%) gegenüberstellt, werden die Ergebnisse der Evaluation von 2019 entsprechend bestätigt. In Abb. 4 sieht man alle Geräteklassen in % aller Nennungen (da Mehrfachnennungen möglich waren).

Abbildung 4: Genutzte Endgeräte

Moodle App
Vor dem Hintergrund der enormen Nutzungsquote mit Mobilgeräten schließen sich weitere Fragen an: Moodle-Instanzen können auch über eine offizielle Moodle App genutzt werden. Die Nutzungsfrequenz der App ist aber sehr überschaubar: Keine 7% der Befragten nutzen die App "immer", weitere 16,95% "manchmal" (vgl. Abb. 5). Den meisten Befragten ist nicht einmal die Existenz der App bekannt 🙂

Abbildung 5: Nutzungsquote der App

Exkurs:
Seit April 2020 wird der Funktionsumfang und die Anpassbarkeit der App immer weiter heruntergeschraubt. Seitdem gibt es sog. App Plans, also kostenpflichtige Abo-Modelle für Betreiber/-innen einer Moodle-Instanz. Um allen Hochschulangehörigen alle Vorteile einer App (Notifications, Branding) einräumen zu können, müsste die THGA eine "Branded App" einkaufen. Bildungseinrichtungen sind (gem. FAQ) explizit von jeglichen Rabatten ausgeschlossen. Daher werden wir die Unterstützung der App serverseitig nicht abklemmen, aber diese Schnittstelle auch nicht weiter bewerben. Das ist übrigens auch der Grund, warum die App vor April 2020 im THGA-Design daherkam, jetzt aber wieder im "Moodle-Orange" erscheint 🙁

Geräteunabhängigkeit
Der überschaubaren Nutzungsquote der App steht also eine entsprechend häufige Nutzung der Lernplattform mittels Webzugriff über einen Browser (> 76%) gegenüber. Umso wichtiger ist eine geräteunabhängige Darstellung. Mit dem "resposive design", also der Anpassung der Darstellung an den sog. Viewport des Endgerätes sind > 90% zufrieden (s. Abb. 6):

Abbildung 6: Geräteunabhängige Darstellung

Browser
Daran anschließend waren die Antworten auf die Frage nach den genutzten Browsern einerseits nicht übermäßig erhellend: Auf Mobilgeräten (s. Abb. 7) nutzen ca. 1/3 der Befragten Chrome (Standardbrowser auf vielen Android-Geräten), mehr als 1/4 nutzen Safari (Standardbrowser auf iOS-Geräten), gefolgt von Firefox & Edge. Unter "anderen" verbirgt sich hier sicherlich noch ein Anteil von "Samsung Internet" (Standardbrowser auf vielen Samsung-Geräten).

Auf Desktop-Geräten (s. Abb. 8) überwiegt der Firefox mit fast 35% (Standardbrowser auf TH-Rechnern, sowohl bei den Studierenden-Rechnern als auch bei den Bürogeräten von Mitarbeitenden und Lehrenden), gefolgt von Chrome (31,46%) und Edge (12,36%). Die Mac-User (= Safari auf Desktop-Geräten) stellen 8,43%, danach folgen "Nischenbrowser" wie Opera, Vivaldi, u.a.

Erschreckend ist allerdings die Nutzungsquote des Internet Explorers von über 10% 😮

Servicemitteilung:
Der Internet Explorer ist gar kein Browser, sondern nach Hersteller-Aussage nur noch als Kompatibilitätslösung einzusetzen. Im Microsoft-eigenen Tech-Blog schrieb Chris Jackson, Cybersicherheitsexperte bei Microsoft, bereits Anfang 2019: "Enough is enough ... Internet Explorer is a compatibility solution. We’re not supporting new web standards for it and, while many sites work fine, developers by and large just aren’t testing for Internet Explorer these days. They’re testing on modern browsers."

Dass der Internet Explorer noch immer eine so große Verbreitung hat, ist - nun ja - bemerkenswert und es ist zu befürchten, dass das auch veralteten Betriebssystemen auf den (Privat-) Geräten der Nutzenden geschuldet ist. Schließlich ist seit Windows 10 der Browser Edge eigentlich als Standardbrowser vorinstalliert - und auf den Arbeitsgeräten der Hochschule (Studierendenarbeitsplätze, Bürorechner) ist der Internet Explorer bereits vor längerer Zeit durch Firefox ersetzt worden. Vielleicht verbergen sich hinter den Internet Explorer-Nutzenden also Menschen mit Windows 7 oder 8 als Betriebssystem?

Abbildung 7: Verteilung der genutzten Browser auf Mobilgeräten

Abbildung 8: Verteilung der genutzten Browser auf Desktoprechnern


4. Freitextfeedback zur Technik

Freitext-Feedbacks zu technischen Problemen wurde von 17 Befragten abgegeben. Ich habe diese mal in Kategorien gruppiert (Anzahl in Klammern, tlw. beinhalteten Feedbacks Impulse für mehrere Kategorien). Die Feedbacks lassen sich in die Kategorien

  • Bedienung (6), z.B.: "Kurse für das nächste Semester vorbereiten", "Schwierigkeiten mit Dateiformaten (Videos)",
  • "echte" Fehler (5), z.B.: "Verzeichnis herunterladen scheitert bei großen Dateien", "Testaufgaben nur teilweise sichtbar", "Abbruch beim Streaming von Videos",
  • Bearbeitungsfunktionen für Kursverantwortliche (3), z.B.: "Verschieben von Kursbestandteilen hakelig", "Beim Ein-/Ausschalten des Bearbeitungsmodus springt die Seite nach oben",
  • Konfiguration (2), z.B. "Kurssichtbarkeit auf dem Dashboard und in der Liste "Meine Dateien",
  • vermisste Funktionen, Feature Requests (1), "Massendownload von Kursbestandteilen ans Standardfunktion in allen Kursen",
  • Moodle App (1): "nicht auf dem Stand der Technik, geringe Übersichtlichkeit, Darstellung & Layout nicht zeitgemäß",
  • technische Probleme außerhalb von Moodle und
  • Lob (1) 🙂

einordnen. Dazu unten in den Folgerungen mehr.

5. User Experience und Funktionen

Der Bereich "Bedienfreundlichkeit und Funktionalität von Webseiten" glänzt nicht gerade durch einheitliche Definitionen. Usability, User Experience (UX), Interaktionsdesign, Mensch-Computer-Interaktionen und viele weitere Begrifflichkeiten sind (für mich) alle nicht wirklich trennscharf 🙁

Daher habe ich mich erdreistet, für diese Umfrage wichtige Konzepte zu "prä-operationalisieren", indem ich drei Info-Boxen ("Was meint 'Bedienfreundlichkeit'?", "Was meint 'Übersichtlichkeit'?", "Was meint 'Auffindbarkeit'?", s. Fragebogen, Abschnitt "Usability & User Experience") formuliert habe. Damit unternimmt man als Fragensteller/-in wohl eine Form von Framing bzw. beeinflusst die Befragten evtl. zu gewissen Antworttendenzen, da das Augenmerk auf bestimmte Bereiche gelenkt wird. Das ist testtheoretisch sicherlich nicht unbedenklich, um aber den Befragten im Zweifel deutlich zu machen, für welche Sachverhalte innerhalb des schwammigen Feldes der UX ich mich hier überhaupt interessiere, schien mir das eine gute Idee.

Bedienfreundlichkeit, Übersichtlichkeit, Auffindbarkeit von Inhalten & Funktionen
Während die Bedienfreundlichkeit (Navigierbarkeit, Identifikation von Interaktionsmöglichkeiten, grds. Orientierung) noch recht hoch eingeschätzt wird (8,33% beurteilen die als "sehr hoch", 67,5% als "eher hoch"), bekommt die Übersichtlichkeit (= grds. Kursstruktur, Trennung von Inhaltsbereichen, Erreichbarkeit von Zusatzinformationen) bereits ein deutlich schlechteres Zeugnis ausgestellt: Nur 6,67% beurteilen die Übersichtlichkeit als "sehr hoch", die Hälfte (50,83%) als "eher hoch". Deutlich mehr als 1/3 der Befragten finden die Übersichtlichkeit also ausbaufähig.

Am schlechtesten, aber erwartbar, ist die Beurteilung der Auffindbarkeit von Inhalten und Funktionen (= Auffindbarkeit von Kursen & Inhalten, Bekanntheit von Spezialseiten, Suchfunktion) bewertet worden: Weniger als die Hälfte der Befragten (47,5%) beurteilen die Auffindbarkeit von Inhalten und Funktionen positiv.

Auch wenn methodisch fragwürdig, da die Skalen ordinal skaliert sind, bieten entspr. Verteilungskurven eine Möglichkeit, den Schwerpunkt und die Breite der Verteilungen zu visualisieren (s. Abb. 9): Bedienfreundlichkeit rechtsschief mit deutlichem Schwerpunkt links (=positive Beurteilung), Übersichtlichkeit ebenfalls rechtsschief, aber mit weniger deutlichem Schwerpunkt, Auffindbarkeit sehr breit mit etwas mehr Beurteilungen rechts (=negative Beurteilung).

Abbildung 9: Bedienfreundlichkeit, Übersichtlichkeit und Auffindbarkeit von Inhalten und Funktionen

Funktionen
Außerdem habe ich recht willkürlich ein paar Funktionen herausgegriffen (z.B. "Kursliste(n)", "Dashboard", "Repositories", "Kalenderfunktionen"), von denen manche schnell zugänglich und für die alltägliche Arbeit auf der Lernplattform beinahe unverzichtbar sind, andere dagegen eher in den Tiefen der individuellen Einstellungen ("Auswahl eines präferierten Texteditors", "Kalenderschnittstellen", "Schlagworte") verborgen sind.

In zwei Fragen, "... finde ich hilfreich" vs. "... kenne ich nicht", habe ich diese beurteilen lassen:

Abbildung 10: Ausgewählte Funktionen, sortiert nach absteigender subjektiver Nützlichkeit (blau). Im Vergleich: Funktion nicht bekannt (rot).

Einerseits liegt ein ungefähr proportionaler Zusammenhang von Nützlichkeit und Bekanntheit vor (klingt trivial: Nur bekannte Funktionen können überhaupt nützlich sein). Andererseits sind Funktionen, die ich eher der fortgeschritteneren Benutzung zuordnen würde (Kalendersynchronisation, Auswahl des Texteditors, Verschlagwortung, aber auch Dateiverwaltung mittels "eigener Dateien" und Repositories), besonders unbekannt. Die "Nutzungstiefe" des Systems ist also nicht übermäßig ausgeprägt.

Kursbearbeitung
Ein letztes Item hat die Bedienfreundlichkeit der Bearbeitungsfunktionen für Kursverantwortliche abgefragt. Diese wurde zwar von fast 3/4 der befragten Kursverantwortlichen eher positiv bewertet, bekommt aber nur in 11,63% in der höchsten Bewertung "sehr hoch". Die Kursbearbeitung scheint also auch nicht gerade unterkomplex zu sein:

Abbildung 11: Bearbeitungsfunktion von Kursen für Kursverantwortliche

6. Freitextfeedback zu Funktionen und UX

Freitextfeedback zu Funktionen
In den Freitext-Angaben zu sonstigen besonders hilfreichen Funktionen (insg. 3) wurde das standardmäßig in allen Kursen vorhandene Nachrichteforum mit der Mail-Versand-Funktion als etablierter Kommunikationskanal (2 mal genannt) genannt, und Features der Teilnehmendenverwaltung (1 mal genannt, "Studierende bei Inaktivität aus dem Kurs werfen").

Die Freitext-Abgaben zu Funktionen die (beinahe) unbenutzbar sind, beziehen sich auf

  • den Kalender (2 Nennungen, "wird kaum genutzt", "Import/Export funktioniert nicht"),
  • die Suche (2 Nennungen, "sucht nicht nach Lehrenden/Kurskategorien"),
  • die Navigationsleiste links (1 Nennung, "zu schmal"),
  • die Online-Bewertung von hochgeladenen Dateien (1 Nennung, wahrscheinlich ist die Bewertungsfunktion "Anmerkungen im PDF" gemeint) und
  • die Testfunktion (1 Nennung, "Komplexität von Fragenkonfiguration und Bewertung").

Freitextfeedback zu UX allgemein
Das allgemeine Feedback habe ich wieder gruppiert; die Angaben passen in die Kategorien

  • Bedienung allgemein (10 Nennungen, z.B.: "Funktionen zu sehr versteckt", "zu komplex", "mangelhafte Übersichtlichkeit", "wenig intuitive Bedienung"),
  • Kommunikation (5 Nennungen, z.B.: "Mitteilungen haben keine Vorschau", "Anhängen von Attachments bei Forenbeiträgen zu komplex", "Mitteilung an Teilgruppen oder ausgewählte TN nicht möglich"),
  • Suche (3 Nennungen, z.B.: "Suche nach Namen von Lehrenden nicht möglich", "Suche oft ohne Ergebnis", "Suche nach Studiengang, Modulnummer ermöglichen"),
  • Bewertung von Tests und Aufgaben (3 Nennungen, "Funktion zur Archivierung von Abgaben / Testaten", "Bewertungen und Feedbackfunktionen für Testfragen", "Bereitstellung eines Plagiatscanners für Studierendenuploads"),
  • Bearbeitungsfunktionen (2 Nennungen, "Verspringen der Seitenposition beim Ein-/Ausschalten des Bearbeitungsmodus", "Bearbeiten einschalten im Kontextmenü versteckt"),
  • Teilnehmendenverwaltung (2 Nennungen, "Gruppenbildung von Kursteilnehmenden zu kompliziert", "Funktionen von Einschreibemethoden und TN-Liste zu komplex"),
  • Navigation (2 Nennungen, "Gestaltung der Navigationsleise", "Manuelle Sortierung der Kurse"),
  • Veranstaltungsanmeldungen zu Praktika und Wahlfächern (1 Nennung, "Anmeldung unübersichtlich"),
  • Aktualität der Inhalte (1 Nennung, "verwaiste Kurse von nicht mehr aktiven Lehrenden") und
  • Design (1 Nennung, "zu große Darstellung, Übersichtlichkeit mangelhaft").

7. Design

Bzgl. des Webdesigns habe ich den Schwerpunkt auf vier Aspekte gelegt: Farben, Schriftarten, Schriftgrößen und Anordnung/Abstände. Die Urteile sind mehrheitlich positiv:

97,46% der Befragten finden die Farben ("sehr" oder "eher") ansprechend und Kontraste ausreichend (s. Abb. 12). Das ist auch gut so, denn die sind durch das CD der THGA einigermaßen vorgegeben 😜

Auch der Aussage, dass die Schriftarten passend und gut lesbar sind, stimmen alle (!) Befragten "voll" (69,49%) oder "eher" (30,51%) zu (s. Abb. 13). Hier und auf "Proodle" setze ich momentan für Fließtexte "Nunito Sans" ein und nicht "Open Sans" wie auf der Lernplattform. Evtl. wird diese Schriftart auch zukünftig auf Moodle eingesetzt. Ich hoffe, die stößt auf ebenso großen Anklang...

Die Schriftgröße finden über 3/4 der Befragten "passend und gut lesbar", ca. 16% (und ich auch) zu groß und ca. 4% zu klein (s. Abb. 14), die Anordnung und Abstände der Seitenbestandteile finden 86,2% "eher" und "voll" in Ordnung (s. Abb. 15).

Abbildung 12: Die Farben werden als ansprechend empfunden, die Kontraste als ausreichend.

Abbildung 13: Die Schriftarten werden ebenfalls positiv bewertet.


Abbildung 14: Auch die Schriftgrößen scheinen ok zu sein.

Abbildung 15: Anordnung und Abstände werden ebenfalls von den meisten Befragten positiv beurteilt.


So erklärt sich auch das Gesamtergebnis, dass 94% der Befragten das Design als "sehr gut" oder "einigermaßen ok" bewerten (s. Abb. 16). Als wir Moodle letztes Jahr von dem klassischen dreispaltigen Design auf das "full width"-Design - damalige Ankündigung hier - umgestellt haben, war die Irritation recht groß, mittlerweile haben sich scheinbar viele Nutzenden daran gewöhnt 🙂

Abbildung 16: Gesamtbeurteilung des Designs

8. Namensgebung

Auch wenn sich 92,38% gegen einen Eigennamen aussprechen (s. Abb. 17), möchte ich die Vorschläge alleine wegen ihres Unterhaltungswertes hier gerne bekannt geben: In Anlehnung an den Namensgeber kamen "Georg" und "Schorsch" vor, ernstere und durchaus ironische Vorschläge wie "Bergbaukasten" und "Rumpelkammer der THGA" 😂 - aber mein persönlicher Favorit war:

"Zur allgemeinen Verwirrung könnte der Name 'Meine THGA' erneut gekapert werden."

(Hintergrund: Ursprünglich war "Meine THGA" der Name des passwortgeschützten Bereiches der Webseite, wurde dann aber in einer evtl. etwas wenig transparenten Aktion als Eigenname für das Campusmanagementsystem versucht zu etablieren. Nachdem beide Systeme parallel den gleichen Namen trugen, wird das Campusmanagementsystem nun meistens "HISinOne" oder einfach "HIS" genannt und der passwortgeschützte Bereich der Webseite wahrscheinlich beim nächsten Relaunch abgeschafft. Der Name wäre wahrscheinlich also bald tatsächlich wieder frei 🤣)

Abbildung 17: Eigenname nicht notwendig, "Lernplattform" oder "Moodle" scheinen in Ordnung zu sein.

9. Allgemeines Freitextfeedback

Besonders aufschlussreich finde ich das abschließende Feedback. Auch hier habe ich versucht, eine Kategorisierung vorzunehmen. In absteigender Reihenfolge passen die Anregungen in folgende Kategorien:

  • Lob (21! mal wurde der Betrieb von / der Support zur Lernplattform und die Beratung/Begleitung im Corona-Semester genannt 🙂 z.B.: "Das vergangene Online-Semester hat mithilfe der Lernplattform sehr gut funktioniert!", "finde die Lernplattform super", "schnellen Antworten auf Hilferufe", "Das System hat im letzten System vom Support gelebt.", "Unterstützung durch Rechenzentrum und Moodle-Team ist sehr gut.")
  • Feature Requests (14 Anmerkungen, z.B.: "Massendownloads/Offline-Funktion", "Abmelden aus Kursen ermöglichen / einfacher gestalten", "Kurssuche verbessern, Suche nach Modulnummer/Fachsemester/Studiengang", "Darkmode", "Archiv für Vorlesungsaufzeichnungen", "Verknüpfung von Vorlesungsplan und Moodle-Kursen", "Single Sign-On für alle IT-Systeme"),
  • Enablement / Training (6 Feedbacks, z.B.: "Viele Profs. nutzen Funktion [XY] leider nicht", "Tutorials zu Funktionen und Features", "Mehr Anleitungen"),
  • Usability (5 Nennungen, z.B. "Übersichtlichkeit verbessern", "Abmelden aus Kursen ermöglichen")
  • Veranstaltungsanmeldungen (2 Anmerkungen, "Anmeldungen für bestandene Prüfungen ausblenden", "Probleme bei der Anmeldung der Wahlfächer und Praktika"),
  • Aktualität von Inhalten und Kursen (2 Anmerkungen, "WB-Foren aufräumen, da sehr alte Einträge noch auffindbar sind", "Mir wird noch immer der Kurs 'Grillfest 2018' angezeigt" 😉)
  • Namensgebung (1 Anmerkung: "Bezeichnung 'Moodle' hat sich eingebürgert und sollte nicht verändert werden"),
  • Kommunikation außerhalb der Lernplattform (1 Nennung: "Leider kommen Infos & Anweisungen z.B. für Online-Prüfungen sehr spät bei den Studierenden an"), und
  • Sonstiges ("Kurspasswörter verkomplizieren Kurszugang", "könnte eine bessere App vertragen", "Eigene THGA App?").

Nachdem sich alle Beteiligten ausgiebig im Lob gesuhlt haben, lassen sich aber auch diverse "Hausaufgaben" und mögliche Verbesserungen ableiten:

10. Schlussfolgerungen

Auch wenn die grds. Beurteilungen recht positiv ausgefallen sind, gibt es doch ein paar Bereiche, in denen Verbesserungen notwendig scheinen. Vor allem das Freitext-Feedback hat hier wertvolle Hinweise gegeben. Als Tätigkeitsfelder habe ich mal folgende Top 10 Baustellen identifiziert:

  1. Auffindbarkeit von Kursen und Inhalten
    • Mit der Kurssuche sollte auch nach Lehrenden / Dozent/-innen gesucht werden können. Bisher werden "nur" Kursname und Kursbeschreibung durchsucht, in denen aber nicht zwingend der Name des Kursverantwortlichen vorkommt. Dieser steht dagegen häufig in dem Namen der Kurskategorie. Die Suche sollte also auch die Kurskategorien durchsuchen.
    • Darüber hinaus besteht ein Problem darin, dass die Zuordnung zu Lehrenden auf Moodle, nicht immer den angegebenen Lehrenden in der Studienverlaufsplänen entsprechen. Oft werden Übungen und Praktika im Kursbereich (= unter dem Namen der/des Professors/-in) geführt. Abhilfe könnte darin bestehen, den Moodle-Kursen einer Modulnummer zuzuordnen, soweit möglich. Die Kurssuche müsste dann natürlich auch nach Modulnummern möglich sein.
    • Evtl. ist es hilfreich, das Verschlagwortungssystem der Lernplattform weiter zu etablieren. Inwieweit dieses für Studierende sinnvoll und nützlich ist und genutzt werden kann, muss allerdings erst noch ausgiebig getestet werden.
    • Eine Verknüpfung der Lernplattform sowohl mit dem Veranstaltungsmanagement-Modul in HISinOne aus auch mit dem Vorlesungsplan sollte geprüft werden: Evtl. lässt sich auch darüber ein leichterer Zugang bzw. eine bessere Auffindbarkeit der relevanten Inhalte realisieren.
    • Eine Hinterlegung eines Modulplans je Studiengang mit direkten Links zu den relevanten Kursen ist technisch prinzipiell möglich. Auch wenn das in einem kleinen Pilotprojekt vorerst nur in Handarbeit realisierbar wäre, könnte man zumindest einmal testen, ob dadurch die Kursauffindbarkeit erhöht werden kann.
  2. Angebot von Online-Kursen zur Bedienung von Moodle für Studierende und Lehrende
    • Es gibt einen größeren Bedarf an einem "allgemeinem Enablement" für alle Benutzendengruppen: Funktionen und Interaktionsmöglichkeiten incl. ihrer Einsatzszenarien müssen besser erläutert werden.
    • Dafür scheinen Online-Kurse am geeignetsten, da diese zwar aufwändig in der initialen Erstellung sind, aber danach recht schnell aktualisiert werden können.
    • Bereits ausprobierte Veranstaltungskonzepte (Präsenzveranstaltungen, "E-Learning Werkstatt") haben sich bisher nicht übermäßiger Beliebtheit erfreut.
    • Zur Vertiefung können evtl. (regelmäßige / wöchentliche) offene Sprechstunden (z.B. via Videokonferenz) angeboten werden.
  3. Verbesserung der Bedienfreundlichkeit für Lehrende
    • Vor allem zwei Punkte scheinen hier zu nerven: Die "Bearbeiten ein-/ausschalten"-Funktion ist nicht prominent genug platziert (und im Kontextmenü klickt man - ich auch 🙄 - oft intuitiv auf den obersten Punkt, der einen dann in die Kurseinstellungen führt).
    • Das Verspringen der Scrollposition beim Ein- und Ausschalten des Bearbeitungsmodus sollte unterbunden werden. Erste Experimente mit einer Zwischenspeicherung der Seitenposition und die Wiederherstellung nach dem Neuladen der Seite sehen recht vielversprechend aus.
  4. Best Practices und Hintergrundinfos
    • Neben der eigentlichen Bedienkompetenz für die Lernplattform werden oft Hintergrundinfos eingefordert - vor allem zu den Themen "(Medien-) Didaktik", "Planung von Online-Kursen", auch vor dem Hintergrund der spezifischen Zielgruppen an der THGA.
    • Darüber hinaus scheint eine Handreichung zur sinnvollen / geeigneten "Kursgestaltung" gewünscht zu sein - und so etwas wie "Mustervorlagen" oder "Best Practices".
    • Nicht zuletzt hat das SoSe2020 die "Medienproduktionskompetenzen" ge- und manchmal überfordert. Aufgaben wie "Erstellung von Erklärvideos", "Audioaufnahme", "Screenrecordings", "webfähige Simulationen" u.v.m. sind in mein Postfach gespült worden und wurden auch in dieser Evaluation erneut geäußert.
  5. Aufräumarbeiten
    • Veraltete Kurse und veraltete Inhalte machen die Lernplattform tlw. unübersichtlich.
    • Nicht mehr aktive Lehrende und deren Kurse verlängern Kurslisten und blähen Dashboards auf.
  6. Informationsfluss optimieren
    • Neben den Foren "Aktuelles aus dem WB 1/2/3" sprießen immer mehr Kurse zur allg. Information für Studiengänge aus dem Boden. Diese liegen manchmal in Kursbereichen eines Lehrenden, manchmal in "Allgemeines aus dem WB X" und manchmal irgendwo anders... Hier scheint eine Vereinheitlichung sinnvoll - wobei nicht übersehen werden sollte, dass das Mail-Aufkommen aus den "Aktuelles"-Foren und den Nachrichtenforen der vielen Kurse in den Postfächern der Studierenden sicherlich nicht zwingend zu einem besseren Informationsfluss (sondern evtl. zu einem Sättigungseffekt!) führen.
    • Hier müssen auch Vizepräsident/-innen und Studiengangsleiter/-innen, Fachstudienberater/-innen und Mitarbeitende der Servicebereiche mit an einem Gesamtkonzept arbeiten.
    • Die verschiedenen Plattformen und IT-Systeme müssen bzgl. Informationsarten, Zielgruppen, Redakteur/-innenberechtigungen und Sinnhaftigkeit unbedingt trennschärfer werden. Welche Info gehört auf die Webseite, welche auf die Lernplattform, was kann in HISinOne und was an anderer Stelle sinnvoll einsortiert werden und welche Möglichkeiten bestehen, diese Systeme sinnvoll miteinander zu verknüpfen?
  7. Kursstruktur optimieren
    • Die Kursliste sollte auf Optimierungspotential überprüft werden. Die Vermischung von Lehre, Servicebereichen, Anleitungen, Ankündigungen ist sicherlich suboptimal.
  8. Anmeldevorgänge
    • Die Anmeldung zu Praktika und Lehrveranstaltungen sowie Wahlfächern hat ihre Berechtigung - vor allem zur Kapazitätsplanung (Wie viele Studierende? Wie viele Lehrende/Lehrbeauftrage? Wie viele Praktikumsgruppen? Wie viele Räume und Zeitfenster? ...). Dass diese Anmeldungen über die Lernplattform abgewickelt werden, war und ist eine Übergangslösung und sollte früher oder später in das entsprechende Modul von HISinOne überführt werden.
    • Die Schnittstellen von HISinOne und Moodle (z.B. automatisierte Kurseinschreibung auf Moodle bei Buchung einer Veranstaltung in HISinOne) müssten überprüft werden.
  9. Weitere Feature Requests können nach Möglichkeit und Zeitkontingent ebenfalls umgesetzt werden:
    • ein Darkmode könnte mittels CSS umgesetzt werden: Technisch recht einfach, zeitlich aber einigermaßen aufwändig.
    • Kursabmeldungen sind - je nach Einschreibemethode, mit der man in den Kurs gelangt ist - bereits jetzt schon möglich, allerdings scheinbar gut versteckt. Die Funktion könnte prominenter platziert werden.
    • Vorlesungsaufzeichnungen: Nachdem im SoSe2020 bereits recht viele Aufzeichnungen von Zoom-Vorlesungen erstellt und zur Verfügung gestellt wurden, wird im WS2020/21 das Thema "Hybrid-Veranstaltung" höher priorisiert. Dabei handelt es sich um Präsenzveranstaltungen, die gleichzeitig als Stream über das Internet empfangen werden können. Eine Professionalisierung dieser Hybridtechnik ist für 2021 geplant; eine halb-automatische Vorlesungsaufzeichnung mit Nachbearbeitungsfunktion und Aufzeichnungsarchivierung evtl. für 2022 😐
    • Download von gesamten Kursen bzw. Massendownloads für Kursbestandteile ist ebenfalls bereits möglich, das Angebot dieser Funktion als Standard in alle Kurse zu implementieren, wäre durchaus als "übergriffig" gegenüber den Kursverantwortlichen. Diese Funktion sollte aber den Kursverantwortlichen (s. auch Punkt 2) bekannt(er) gemacht werden. 
  10. Ausschluss des Internet Explorers 🙂
    Viele Web-Technologien (Schlagworte "HTML5", "CSS3", "jQuery", "SVG", etc.) werden vom Internet Explorer nicht oder nur unzureichend unterstützt. Das schlägt nicht nur auf die Darstellung durch (was jeder selbst entscheiden dürfte), sondern auch auf die Funktionalität und Bedienung. Wer sich z.B. auf caniuse.com einen Browservergleich für "CSS", "HTML5", "JS", "SVG" und die gängigsten Desktop-Browser zusammenklickt und nach unten zu den Übersichten scrollt, sieht schnell, dass für den Internet Explorer einige (fast alle?) der neueren Features auf "rot" stehen! Daher werde ich versuchen, den IE in Zukunft technisch von der Lernplattform auszuschließen - nicht ohne einen Hinweis auf alternative Browser zu platzieren.

Hinweis in eigener Sache:
Die Hausaufgaben lesen sich wie Arbeit für mehrere Monate (Jahre?) - und das E-Learning Team besteht momentan aus einer Person (doch, das ist wahr. In Zahlen: 1!). Trotzdem versuche ich, alle Anregungen entsprechend aufzunehmen und zu berücksichtigen, ggf. weiterzuleiten. Aber versprechen kann ich nichts 🙁

An dieser Stelle noch einmal ein Danke! an alle, die an der Umfrage teilgenommen haben.

Beste Grüße,
MS

 

Der Artikel "Ergebnisse der Umfrage zur Lernplattform" von Martin Smaxwil und alle seine Bestandteile sind lizenziert unter einer CC-by-sa-4.0-Lizenz. Details dazu finden Sie unter https://moodle.thga.de/licensing.

3 Kommentare zu "Ergebnisse der Umfrage zur Lernplattform"

  1. Helge Wiethoff sagt:

    Wow! Das ist eine umfangreiche und schöne Auswertung der Umfrage 🙂 Vielen Dank

  2. Recklinghäuser Original sagt:

    TL:DR

    Ich bin froh einen Admin zu haben, der wirklich digital nativ ist und seinen Job versteht und diesen mit viel Engagement ausführt.

    Vielen Dank !

    1. Auch wenn ich (Jg. 1976) streng genommen kein „Digital Native“ sein kann: Danke für die Blumen 🙂

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